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Content Marketing

So optimierst du deine Beiträge für Suchmaschinen und Leser

Suchmaschinen wie Google werden einen Teufel tun und die genaue Funktionsweise ihrer Algorithmen ausplaudern. Es gibt daher nicht den einen richtigen Weg für die Suchmaschinenoptimierung der eigenen Seite oder des eigenen Blogs. Vielmehr spielen mehrere Faktoren eine Rolle, die letztendlich über das Ranking deiner Seite entscheiden. Das Gute: Du kannst selbst aktiv werden.

Suchmaschinen suchen Mehrwert für ihre Kunden

Suchst du etwas in Google & Co., bist du Kunde dessen. Und genau wie andere Unternehmen wünschen sich auch Suchmaschinen zufriedene Kunden. Daher haben Seiten mit qualitativ hochwertigem und einzigartigem Content inzwischen die Nase vorn, während Spamschleudern mit unnatürlichen Linkstrukturen, die Nutzern keinerlei Mehrwert bieten, in der Versenkung verschwunden sind.

Über die Jahre hat sich das Content Marketing daher als ernsthafte Marketingdisziplin etabliert, die so manchem Business ein dickes Umsatzplus beschert hat. Weil der Content gut war, viele Verlinkungen anderer Seiten bekommen hat, die Seite dadurch entsprechend gut gerankt wurde und für Nutzer somit weit oben sichtbar war.

In diesem Beitrag hast du bereits gelernt, warum Content Marketing und SEO zusammengehören. Hier erfährst du nun, wie du deinen Content verbessern kannst, damit er nicht nur von Suchmaschinen besser gefunden, sondern auch für den Leser übersichtlicher wird.

Diese Bereiche gilt es zu optimieren

SEO ist mittlerweile kein Hexenwerk mehr. Es lassen sich zwar nicht alle Faktoren genau beeinflussen, einige Dinge können jedoch leicht umgesetzt werden. Mit ein bisschen Übung wirst du merken, dass es gar nicht so schwer ist.

Titel

Der Titel ist das wichtigste Element auf deiner Seite. Denn Suchmaschinen prüfen anhand dessen, worum es auf deiner Seite geht. Möchtest du für ein bestimmtes Keyword gefunden werden, sollte es im Titel daher nicht fehlen. Denn dadurch erkennen Google & Co., dass deine Seite für dieses Stichwort relevant ist.

Nur ein Keyword als Titel stehen zu haben, reicht jedoch nicht aus. Deine Überschrift sollte zudem einen Mehrwert für den Suchenden bieten und ihm deutlich sagen, was ihn erwartet. Daher sind Titel wie 11 Tipps für den perfekten Abendlook oder So überzeugst du im Vorstellungsgespräch auch so beliebt. Sie überzeugen und vermitteln dem Leser Relevanz, da er genau weiß, was er erwarten kann.

Checkliste für den Titel

  • Ist das Hauptkeyword enthalten?
  • Ist der Titel aussagekräftig und überzeugt zum Klicken?
  • Bietet er dem Lesenden einen Mehrwert?

 

Link & Meta Description

Wie beim Titel gilt für Link und Meta Description: Keyword und Aussagekraft müssen vorhanden sein. Bei der Meta Description handelt es sich um eine Art Kurzzusammenfassung, die neben dem Titel in den Suchergebnissen angezeigt wird.

Sie darf nicht mehr als 160 Zeichen haben, da sie sonst abgeschnitten wird. Am besten schreibst du sie für jeden Beitrag bzw. für jede Seite individuell, damit Suchmaschinen keine Probleme damit haben, deine Seiten auseinanderzuhalten und deine Beschreibung nicht mitten im Satz aufhört.

Der Link sollte nicht nur das Hauptkeyword enthalten, sondern auch eine sinnvolle Struktur haben sowie nicht allzu lang sein. Denn keiner will kilometerlange Links kopieren, die dubiose Buchstaben- und Zahlenkombinationen oder unnötige Füllwörter enthalten.

Checkliste für den Link

  • Ist das Hauptkeyword enthalten?
  • Hat der Link eine sinnvolle Struktur?
  • Ist der Link so kurz wie möglich und dennoch aussagekräftig?

 

Checkliste für die Meta Description

  • Ist das Hauptkeyword enthalten?
  • Ist die Beschreibung individuell für die jeweilige Seite?
  • Hat sie weniger als 160 Zeichen und wird vollständig angezeigt?
  • Ist deine Meta Description aussagekräftig und überzeugt zum Klicken?

 

Bilder

Bilder sind wichtiger Bestandteil deines Blogs oder deiner Seite und sollten daher großzügig eingesetzt werden. Denn nicht nur Besucher mögen Bilder, sondern auch Suchmaschinen. Beim Einsatz von Bildern gilt es jedoch zwei Dinge zu beachten: Bilder sollten klein sein, damit keine zu langen Ladezeiten entstehen, und für jedes Bild sollten alt-Tags hinterlegt werden.

Auf meinem Blog wähle ich beispielsweise für jeden Post ein Beitragsbild aus und setze dort das Hauptkeyword als alt-Tag. Falls es sich anbietet, füge ich zusätzlich auch innerhalb des Beitrages Bilder, Infografiken oder Statistiken ein.

Checkliste für Bilder

  • Haben alle Bilder eine kleine Dateigröße und werden schnell geladen?
  • Sind alt-Tags gesetzt?

 

Inhalt

Nun kommen wir zum geheimen Star deiner Seite – oder vielleicht auch nicht so geheim. Denn Content ist King ist mittlerweile genauso abgedroschen, wie wenn ich zu mir selbst sage, dass ich „das später noch mache“. Und trotzdem hat es nach wie vor seine Gültigkeit. Beim Inhalt geht es nicht nur darum, dass dein Beitrag für Suchmaschinen optimiert, sondern auch für deine Besucher angenehm zu lesen ist.

Achte daher auf die Lesbarkeit, indem deine Sätze nicht zu lang oder kompliziert sind, benutze Übergangswörter und setze Unterüberschriften, um deinen Text in kürzere Absätze zu gliedern und ihn für Leser scanbar zu machen.

Vergiss außerdem nicht, dass du in erster Linie für deine Leser und nicht für die Suchmaschine schreibst. Übertreibe also nicht mit deinem Hauptkeyword, sondern setze dieses passend in den Lesefluss ein. Einmal weniger wird dir nicht schaden – besonders nicht, wenn dein Inhalt dadurch verständlich bleibt und nicht zu einem unverständlichen Konstrukt mutiert.

Die Länge deines Contents

Zu guter Letzt: Dein Text sollte mehr als 300 Wörter haben – dies gilt im Besonderen für Blogposts. Meine WhatsApp-Nachrichten haben teilweise schon mehr als 300 Wörter, wenn ich mal wieder zu viel Zeit habe. Wenn du es also nicht schaffst, sinnvolle Beiträge mit mehr als 300 Wörtern zu schreiben, dann lass es direkt bleiben.

Ich glaube nämlich nicht, dass derart kurze Beiträge einen wirklichen Nutzen für den Leser haben. Ausnahme: Es handelt sich um sehr kurze Erklärungen zu einer bestimmten Fragestellung. Wenn ich z.B. mal wieder vergessen habe, wie man beim Macbook einen Screenshot macht, möchte ich einfach nur den Shortcode haben, vielleicht noch in einem Satz verpackt, und keine ellenlangen Essays, in denen ich erst nach der Lösung für mein Problem suchen muss.

Aber: Obwohl viele meiner Beiträge selbst mehr als 1000 Wörter haben, bin ich kein Fan von zu langen Beiträgen. Diese Rundumschlag-Monsterbeiträge langweilen schnell und sind meiner Meinung nach besser in mehreren kürzeren Artikeln aufgehoben. Denn wenn ich mehr Kilometer scrollen muss, als ich draußen joggen gehe, läuft in meinen Augen etwas falsch.

Mein Rat daher: Übertreibe es nicht mit der Länge. Kaum einer hat Lust, sich 20 Minuten durch deinen Beitrag zu kämpfen – schon gar nicht im Internet. Mache also lieber eine Serie aus einem umfangreichen Thema und nutze die Gelegenheit, in den einzelnen Beiträgen mehr ins Detail zu gehen, statt nur an der Oberfläche zu kratzen.

Checkliste für den Inhalt

  • Hat der Text Unterüberschriften?
  • Sind die Absätze unter der jeweiligen Überschrift nicht zu lang?
  • Sind die Sätze kurz und gut verständlich?
  • Findet sich das Hauptkeyword ausreichend im Text, ohne aufdringlich zu wirken?
  • Werden Übergangswörter genutzt?
  • Hat der Text mehr als 300 Wörter? (Ausnahme: Fragestellungen, die nur eine kurze Antwort benötigen)
  • Ist der Text im Allgemeinen gut lesbar?

 

Verlinkungen

Obwohl ich definitiv kein alter Hase im Geschäft bin, habe ich den Begriff Mehrwert schon so oft gehört, dass es langsam wehtut. Und dennoch muss ich es erwähnen, denn es ist Kern des Content Marketing. Nicht nur dein Beitrag kann Lesern einen Mehrwert bieten, sondern auch Verlinkungen zu anderen, relevanten Beiträgen.

Dies können zum einen interne Verlinkungen zu anderen Artikeln oder Unterseiten sein, zum anderen auch externe Verlinkungen zu Beiträgen anderer Blogger oder Portale. Hast du beispielsweise schon mal einen Beitrag zum gleichen Überbegriff geschrieben, kann es sich durchaus lohnen, auf diesen zu verlinken.

Checkliste für Verlinkungen

  • Hat der Text interne Verlinkungen?
  • Hat der Text externe Verlinkungen?

 

Fazit

Du schreibst in erster Linie für deine Leser und nicht für die Suchmaschine. Ist dies nicht der Fall, werden deine Leser das schnell merken und abspringen. Denn für dich steht dann in der Regel nicht der Mehrwert für potenzielle Kunden an erster Stelle, sondern nur dein persönlicher Erfolg.

Mit viel SEO mag deine Seite zunächst zwar besser ranken, Suchmaschinen berücksichtigen jedoch auch die Verweildauer von Besuchern. Ist die Absprungrate sehr hoch, wirkt sich dies wiederum negativ auf dein Ranking aus.Optimiere also in normalem Maße und überoptimiere nicht.

Tipp: Falls du WordPress nutzt, kann dir das Yoast SEO Plugin eine große Hilfe sein. Ich nutze es ebenso wie viele andere Blogger. Das Plugin zeigt dir unter jeder Seite und jedem Beitrag eine Bewertung für Lesbarkeit und SEO an. Damit erkennst du direkt, was du noch verbessern kannst und was du bereits richtig machst.

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