clickbait
Content Marketing

Brauchst du Clickbait für deinen Blog?

Clickbait – das ist diese nervige Art von Überschriften, die maßlos übertreiben und nie halten, was sie versprechen. Wahrscheinlich hast du selbst schon einmal auf eine dieser Clickbait-Headlines geklickt, obwohl du genau gewusst hast, dass du vom eigentlichen Inhalt nur enttäuscht wirst.

Überschriften sind sehr wichtig

Eins vorneweg: Es steht außer Frage, dass Überschriften für deine Beiträge von immenser Bedeutung sind. Sie sind oft das Einzige, das z.B. in den Google Suchergebnissen angezeigt wird. Viele Leute lesen also deine Überschriften, aber nicht jeder klickt auf deinen Beitrag.

Das Gute: Du kannst die Zahl der Leser beeinflussen, indem du gute Überschriften schreibst.

Aber was macht eigentlich eine gute Überschrift aus? Im Netz finden sich zahlreiche Beiträge und Tipps darüber, warum die Überschrift so wichtig ist und wie du gute Headlines schreibst. Weil ich den Rahmen dieses Beitrages nicht sprengen will und vielleicht ein andermal auf diese Thematik eingehe, verweise ich dich fürs Erste auf den affenblog. Dort findest du eine Übersicht mit Beiträgen von Vladi, in denen du alles Wichtige über gute Überschriften lernst.

Das Prinzip hinter Clickbait und warum es funktioniert

Befolge diese drei Dinge und dein Leben wird sich für immer ändern, Du wirst nicht glauben, was sie in der zerbeulten Kiste gefunden hat oder der Klassiker Mit diesem Trick hat eine Frau 11 kg in einer Woche abgenommen.

Clickbait-Überschriften funktionieren alle gleich: Ein Leser klickt, weil er wissen will, was sich dahinter verbirgt. Fast immer sind diese provokant, haben nichts mit dem eigentlichen Inhalt des Beitrages zu tun und man ist im Nachhinein enttäuscht. Und dennoch funktionieren sie, weil der Leser emotional angesprochen oder neugierig gemacht wird und nichts verpassen will. Immer mit der Hoffnung, dass die Headline doch einmal hält, was sie verspricht.

Portale wie heftig.co leben von dieser Art der Überschriften. Je reißerischer sie ist, desto häufiger wird der Beitrag geteilt. Aber heftig.co hat eine andere Geschäftsgrundlage als seriöse Blogger: Denn hier erfolgt die Bezahlung pro Klick und dadurch auch mit einer hohen Wechselrate der Leser, d.h. es kommen häufig neue Leser, die ein paar Beiträge klicken und dann für immer weg sind. Als Blogger möchtest du aber eine Stammleserschaft aufbauen und Vertrauen zu dieser schaffen. Mit Clickbait und irreführenden Überschriften kommst du hier nicht weit.

Der schmale Grat zwischen Clickbait und Qualität

Das Problem mit reißerischen Überschriften: Die meisten kennen die Marketing-Tricks bereits und nutzen diese für sich. Ob List Posts mit den 7 unschlagbaren Tipps oder Warum du dies oder das brauchst – diese gleichlautenden Phrasen finden sich überall im Netz und nerven mittlerweile nur noch.

Aber: Sie funktionieren. Wer Clickbait-Überschriften nicht nutzt, ist also ein Stück weit selber schuld. Auf der anderen Seite geht dadurch auch die eigene Glaubwürdigkeit verloren. Hochwertige Blogs und Inhalte lassen sich so nicht vermarkten. Auf Dauer ist dies sogar eher schädlich.

Was kannst du tun?

Meine Antwort ist wie so häufig: Die Mischung macht’s. Ich selbst bin kein großer Fan von Clickbait, nutze es mitunter aber auch hier auf dem Blog. Solange deine Inhalte wertvoll sind und Qualität haben, kommen deine Leser auch wieder.

Du kannst also gerne dezente Anreize für zusätzliche Klicks oder Likes setzen, solange du nicht maßlos übertreibst und deine Beiträge halten, was sie versprechen. Deine Leser sind nicht dumm. Veräpple sie also nicht, denn bei belanglosem Content werden sie in den unendlichen Weiten des Internets verschwinden, wo du sie nie wiedersiehst.

Außerdem ist auch Abwechslung immer gut: Wenn du in der einen Woche einen etwas reißerischen Titel verfasst hast, kannst du in der nächsten Woche auch mal einen Gang zurückschalten. Denn auch wenn deine Stammleser um deine Qualität wissen, kannst du sie mit schlechten Überschriften nach wie vor vergraulen.

 

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