double opt-in
E-Mail Marketing

Mit dem Double Opt-in auf der sicheren Seite

Wer kennt es nicht: Mal wieder landet eine unerwünschte Mail im Postfach – von einem Absender, den man überhaupt nicht kennt. In den meisten Fällen ignorieren wir derartigen Spam. Denn irgendwelche indischen Firmen zu verklagen, ist die Mühe nicht wert. Wer in Deutschland allerdings Werbung versenden will, braucht die Einwilligung des Empfängers. Experten raten daher zum Double Opt-in.

Was ist das Double Opt-in?

Das Double Opt-in ist ein Zustimmungsverfahren, mit dem Empfänger z.B. das Abonnement eines Newsletters bestätigen können. Registriert sich ein User für einen Newsletter, erhält dieser eine Bestätigungsmail. Erst durch Klick auf den darin enthaltenen Link bestätigt er sein Abonnement und darf vom Absender werblich kontaktiert werden.

Durch das Double Opt-in soll verhindert werden, dass Dritte eine E-Mail-Adresse missbräuchlich verwenden. Denn die Bestätigungsmail kann nur vom richtigen Inhaber gelesen werden. Zudem wird damit sichergegangen, dass ein User keine Werbemails erhält, wenn sich ein anderer bei der Registrierung aus Versehen vertippt hat.

Die Bestätigungsmail muss absolut werbefrei sein, denn sie dient lediglich zur Verifizierung der Einwilligung. Zudem muss die komplette Einwilligung vorhanden sein, damit dem Empfänger klar wird, was er genau bestätigt. Aus diesem Grund dürfen auch keine weiteren Erklärungen in der Bestätigungsmail stehen.

Darum wird die Einwilligung benötigt

Beim E-Mail-Marketing sind die rechtlichen Vorgaben besonders hoch. Wer ohne Einwilligung E-Mail-Werbung verschickt, handelt gesetzwidrig. Im Falle einer gerichtlichen Auseinandersetzung liegt die Darlegungs- und Beweislast immer auf Seiten des Versenders. Dieser muss zeigen können, dass der Inhaber der E-Mail-Adresse dem Zusenden von Werbung zugestimmt hat. Die Einwilligung irgendeiner Person genügt hier nicht. Auch wenn keine gesetzliche Verpflichtung besteht, wird der Einsatz des Double Opt-in daher empfohlen. Denn dieses bietet die größtmögliche Rechtssicherheit.

Alternativen zum Double Opt-in

Als Alternative zum Double Opt-in können das Single Opt-in sowie das Confirmed Opt-in dienen. Allerdings sind beide nicht wirklich empfehlenswert. Das Single Opt-in verzichtet gänzlich auf eine Bestätigung, wodurch E-Mail-Adressen sehr einfach missbräuchlich verwendet werden können. Beim Confirmed Opt-in erhält der Empfänger zwar eine Bestätigung zum Abonnement, muss aber einen Aufwand betreiben, falls dieses fälschlicherweise erfolgt ist. Beim Double Opt-in erhält man hingegen keine Werbung, wenn man nichts tut.

Fazit

Das Double Opt-in ist die einzig richtige Methode, um die Einwilligung eines Interessenten rechtssicher einzuholen. Denn nur damit erhält der Empfänger eine Mail, in der er sein Abonnement noch einmal bestätigen muss, wodurch einem Missbrauch durch Dritte vorgebeugt werden kann. Gerichtlich ist aber selbst das Double Opt-in immer wieder umstritten. Grundlage ist hier meist die Formulierung der Bestätigungsmail, die von Empfängern bereits als unerwünschte Werbung gesehen wird. Es ist daher enorm wichtig, auf die Formulierung in der Bestätigungsmail zu achten. Sonst können teure Gerichtskosten die Folge sein. Die Angst davor sollte allerdings kein Grund sein, um überhaupt kein E-Mail-Marketing zu betreiben. Denn es gehört nach wie vor zu den einfachsten und effektivsten Marketinginstrumenten.

 

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