fehler im content marketing
Content Marketing

Die häufigsten Fehler im Content Marketing

Viele fangen mit Content Marketing an, ohne sich darüber bewusst zu sein, wie komplex diese Marketing-Disziplin ist. Fehler sind dadurch fast schon vorprogrammiert. Vor dem Einstieg lohnt es daher, sich nicht nur über Content Marketing im Allgemeinen, sondern auch über die häufigsten Fehler zu informieren. Denn wenn man diese kennt, lassen sie sich auch einfacher vermeiden.

Fehler 1: Content Marketing wird mit Werbung verwechselt

Unternehmen nutzen verschiedene Kanäle, um Content Marketing zu betreiben. Zu den beliebtesten gehört der Blog. Wirft man einen Blick auf diesen, fällt jedoch eines immer wieder auf: Unternehmen berichten nur über ihre Produkte. Dass dies allerdings nicht im Sinne eines erfolgreichen Content Marketing ist, sollte inzwischen klar sein. Vielmehr geht es darum, informative und unterhaltsame Inhalte zu präsentieren, die bestenfalls eine Lösung für ein Problem bereitstellen. Produkte und Marke eines Unternehmens rücken dadurch in den Hintergrund.

Fehler 2: Keine Zielgruppe identifiziert

Content Marketing richtet sich immer an einen bestimmten Personenkreis. Viele Unternehmen machen zu Beginn jedoch den Fehler, alle ansprechen zu wollen bzw. anzufangen, ohne die eigentliche Zielgruppe zu kennen. Aber wie soll man die Probleme einer Zielgruppe lösen, wenn man diese überhaupt nicht kennt?

Ein Beispiel: Nehmen wir an, ich bin Ernährungsberater und blogge regelmäßig auf meiner Webseite. Ich könnte jetzt natürlich alles Mögliche schreiben und meine Seite mit einer ganzen Bandbreite von Rezepten füllen. Aber wer hat heute noch die Zeit und vor allem Geduld, sich sämtliche dieser Rezepte durchzulesen, bis er das Richtige für sich gefunden hat? Stattdessen muss ich meine Zielgruppe eingrenzen. In meinem Beispiel will ich mich daher auf einen Personenkreis fokussieren, der aus beruflichen Gründen wenig Zeit hat und daher eine schnelle aber dennoch gesunde Küche wünscht. Um meine Zielgruppe besser kennenzulernen, greife ich daher auf Buyer Personas zurück. Indem ich diese für meinen idealen Kunden erstelle und ihm so ein konkretes Gesicht gebe, erfahre ich mehr über dessen Wünsche, Ziele und Merkmale wie Alter, Geschlecht oder Hobbies. So kann ich meinen Content optimal auf diesen ausrichten.

Die Grafik zeigt eine vereinfachte Version einer Buyer Persona für das obige Beispiel. Du kannst natürlich noch weitere Informationen notieren, wenn du deine Buyer Persona erstellst. Wenn du mehr über Buyer Personas wissen möchtest, lies meinen Beitrag Buyer Persona: Alles was du wissen musst.

 

Fehler 3: Kein Konzept vorhanden

Kaum liest oder hört ein Laie von den Wundern des Content Marketing, schon will er selbst gleich loslegen. Dieser Fehler wird noch immer viel zu häufig begangen. Denn wohin soll ein Blog oder ein YouTube-Kanal führen, wenn man sich zuvor keine Gedanken um seine Ziele gemacht hat? Geht es darum, die Markenbekanntheit zu steigern, die Awareness in der Zielgruppe zu erhöhen oder sollen die Verkäufe gefördert werden? Die Ziele können unterschiedlich sein, sollten aber zuvor festgelegt werden. Denn sonst kann es schnell zu Leerläufen kommen oder man verliert die Motivation, da die Ergebnisse nicht wie gewünscht sind. Darüber hinaus müssen auch die Mitarbeiter wissen, in welche Richtung es mit dem Content Marketing geht.

Fehler 4: Suchmaschinenoptimierung wird nicht berücksichtigt

In diesem Beitrag habe ich bereits geschrieben, warum SEO und Content Marketing zusammengehören. Denn die beiden passen wie die Faust aufs Auge. Qualitativ hochwertige Inhalte werden nämlich nur dann gut in Google gerankt, wenn auch die technischen Komponenten beachtet werden.

Ohne SEO verschenkst du wertvolles Potenzial für dein Content Marketing. Mein Blogpost So optimierst du deine Beiträge für Suchmaschinen und Leser hilft dir beim leichteren Einstieg in die Thematik.

Fehler 5: Social Media wird vernachlässigt

Ohne Social Media verschenkt man – ähnlich zu SEO – wertvolles Potenzial. Dabei sind die sozialen Medien wichtig für eine erfolgreiche Außendarstellung und die perfekte Möglichkeit, Inhalte wie Blogposts oder Videos zu streuen. Wie sollen deine Leser dich sonst finden? Wie du die richtige Social-Media-Plattform für dein Business finden kannst, zeigt dir dieser Beitrag auf Hootproof.

Fehler 6: Kein user-freundlicher Design nutzen

Auch wenn die Inhalte das Wichtigste sind – es wirkt professioneller und macht dem Leser mehr Spaß, wenn auch das Design der Webseite stimmt. Beliebt ist momentan vor allem minimalistisches Webdesign mit klaren Strukturen, wodurch sich der Leser optimal auf die eigentlichen Inhalte konzentrieren kann. Ich persönlich klicke zum Beispiel nach kürzester Zeit wieder weg, wenn eine Seite zu überladen oder bunt und damit zu anstrengend für mein Auge ist.

Fehler 7: Keine Erfolgsmessung vorhanden

Content Marketing ist messbar. Auswertungen sind nicht nur Erfolgsgrad, sondern auch Anhaltspunkt für die Qualität der Produkte und Dienstleistungen. Hast du deine KPIs einmal festgelegt und definiert, was erfolgreich ist und was nicht, fällt es dir leichter, diese mit deinen Maßnahmen abzugleichen. So siehst du nicht nur besser, was gut funktioniert, sondern kannst auch schneller gegensteuern, wenn etwas nicht so läuft wie geplant.

Kommentare (1)

  • […] fast schon schwer, mich auf drei Dinge zu beschränken. Auf meinem Blog habe ich vor kurzem einen Beitrag über die häufigsten Fehler im Content Marketing geschrieben. Diese sind eigentlich ein guter Anhaltspunkt und können größtenteils auch auf das […]

    Antworten

Schreibe einen Kommentar