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E-Mail Marketing

Die Top 5 Gründe für die Newsletter-Abmeldung und wie du sie vermeidest

Gibst du dir für jeden deiner Newsletter viel Mühe, tut jede Newsletter-Abmeldung weh. Dass sich ein Leser aus deiner Liste austrägt, ist aber ganz normal und kann ganz unterschiedliche Gründe haben.

Vielleicht hast du dich selbst schon mal aus einem Newsletter ausgetragen und dabei auch den Grund dafür angegeben. Das hilft dem Absender, bessere Rückschlüsse zu ziehen und mögliche Fehler zu korrigieren, um künftige Abmeldungen zu vermeiden. Denn häufig sind es die gleichen Gründe, die sich mit einigen Anpassungen meist beheben lassen.

In diesem Artikel erkläre ich dir daher, warum Leute deinen Newsletter abbestellen und wie du dies verhindert kannst.

Grund 1: Du versendest zu oft oder zu selten E-Mails

Die allgemeine E-Mail-Flut ist schon länger ein Problem. Kommst du jetzt auch noch mit einem Newsletter, den du dreimal in der Woche verschickst, können sich deine Leser schnell belästigt fühlen. Darunter leidet nicht nur die Kundenbeziehung, sondern du könntest auch deinem Ruf schaden und als Spammer wahrgenommen werden.

Auf der anderen Seite solltest du aber auch nicht zu selten mailen. Kommt dein Newsletter nur zweimal im Jahr, gerätst du schnell in Vergessenheit und deine Abonnenten empfinden deine Mails als nicht relevant.

Grundsätzlich gilt: Versende nur einen Newsletter, wenn du auch erwähnenswerten Content hast. Das können zum Beispiel Blogupdates, Produktankündigen oder spezielle Angebote sein.

Das kannst du dagegen tun

Die Frequenz muss letztlich zu deinem Inhalt passen. Schreibst du beispielsweise jede Woche einen neuen Blogartikel, kannst du theoretisch auch jede Woche einen Newsletter versenden. Betreibst du hingegen einen Online-Shop und willst über deinen Newsletter nur exklusive Angebote an deine Kunden schicken, kommst du womöglich schon mit einem monatlichen Versand gut zurecht.

Weil es wie so oft keine pauschale Antwort für die richtige Versandfrequenz gibt, da das Ganze von zu vielen individuellen Faktoren abhängt, musst du selbst probieren. Am einfachsten gelingt dir das mit sogenannten A/B-Tests. Bei diesen schickst du an zwei Testgruppen unterschiedliche Mails. Das heißt, du veränderst beispielsweise den Call-to-Action, den Versandzeitpunkt oder die Betreffzeile. So findest du heraus, was am besten wirkt und für die höchsten Rückmeldungen sorgt.

In unserem Fall heißt das, du testest unterschiedliche Frequenzen und Tage. So erfährst du nicht nur, wie oft du eine Mail versenden solltest, sondern auch an welchen Tagen sich dies für dich am meisten lohnt.

Falls du dir noch unsicher bist, mit welcher Frequenz du starten sollst, empfehle ich dir, einen wöchentlichen, einen 14-tägigen oder einen monatlichen Versand auszuprobieren. Je nach Resonanz deiner Abonnenten kannst du diese Intervalle später anpassen.

Grund 2: Deine Mails sind unpersönlich und deshalb nicht relevant

Ein anderer, häufiger Grund für die Newsletter-Abmeldung sind undifferenzierte Massenmails ohne persönliche Ansprache und Relevanz. Dass diese nicht für hohe Klickraten sorgen, weil sie nicht auf die spezifischen Interessen des einzelnen Empfängers abgestimmt sind, ist eigentlich schon vorher klar. Und dennoch landen sie tagtäglich in zahlreichen Postfächern.

Das kannst du dagegen tun

Gehören deine Mails und Newsletter auch in diese Kategorie, solltest du ganz schnell deine Strategie überdenken. Unterteile deinen Kundenstamm in verschiedene Gruppen und schicke diesen individualisierte Angebote. Deine Abonnenten fühlen sich ernster genommen und du wirst schnell merken, wie sich deine Klickraten erhöhen.

Grund 3: Dein Newsletter ist nicht ansprechend gestaltet

Hat dein Newsletter ein schlechtes Design, einen verwirrenden Aufbau oder ist einfach nur langweilig, wirkt er in den Augen deiner Abonnenten schnell unprofessionell. Fühlen sich deine Leser deshalb nicht angesprochen oder sehen vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr, kannst du dir fast schon sicher sein, dass sie deinen Newsletter abbestellen.

Zu einer ansprechenden Gestaltung gehört aber auch, dass deine Mails auf verschiedenen Geräten und in unterschiedlichen Programmen richtig angezeigt werden. Allen voran stehen hier mobile Endgeräte. Bereits 2013 haben rund die Hälfte aller Nutzer ihre Mails bevorzugt über das Smartphone abgerufen. Dennoch sind Newsletter, die nicht für mobile Endgeräte optimiert sind, auch heute noch mehr Regel als Ausnahme.

Das kannst du dagegen tun

Weniger ist auch hier mehr: Setze Farben und Bilder bei der Gestaltung deines Newsletters also nur dezent ein. Dann entfalten sie auch ihre volle Wirkung. Genauso verhält es sich mit deinen Inhalten. Überlade den Newsletter nicht, sondern fasse die wichtigsten Informationen in diesem zusammen. Alles Weitere können deine Abonnenten dann auf der Website nachlesen.

Bist du dir unsicher oder weißt nicht, was du verbessern kannst, solltest du dir eine zweite Meinung holen. Ein Außenstehender hat meist einen objektiven und damit besseren Blick auf das Ganze und kann dir wertvolle Tipps geben.

Zu guter Letzt solltest du nicht vergessen, deinen Newsletter für alle Geräte zu optimieren. Am einfachsten gelingt dir das, wenn du von vorneherein auf einen Anbieter setzt, der ein Responsive Design anbietet und dir so die bestmögliche Darstellung auf verschiedenen Geräten gewährleistet.

Eine Übersicht verschiedener Anbieter findest du in meinem Beitrag 26 E-Mail-Marketing und Newsletter Tools für dein Business.

Grund 4: Du wirst nicht erkannt

Gibt ein Abonnent dies als Grund für seine Abmeldung an, hat er sich wahrscheinlich vor langer Zeit einmal angemeldet und weiß jetzt nicht mehr, wer du bist. Das heißt, du hast schon zu lange nichts mehr gemailt. Versendest du allerdings regelmäßig E-Mails, kann es auch sein, dass du einen schlechten Absender oder Betreff gewählt hast. So können manche Leser keine Verbindung zu dir herstellen.

Ein Drittel gibt beim Austragen außerdem an, sich nie für den Newsletter angemeldet zu haben. Das bedeutet zwar nicht direkt, dass du nicht erkannt wirst. Es spricht aber dafür, dass dein Anmeldeformular zu unklar oder verwirrend ist und Besucher sich unwissentlich anmelden.

Das kannst du dagegen tun 

Zunächst einmal solltest du einen regelmäßigen Versand planen (siehe Grund 1). Zum anderen musst du Absender und Betreff so formulieren, dass deine Leser sofort eine Verbindung zu dir herstellen können. Vor allem den Absender solltest du auch nicht bei jeder Mail ändern, sondern die Adresse beziehungsweise den Namen beibehalten.


Tipp: Eine Mailadresse mit Namen wirkt meist persönlicher als eine anonyme. Wenn du kannst, wähle also lieber name[at]deinblog.de statt info[at]deinblog.de.


Überprüfe außerdem dein Anmeldeformular. Ist direkt ersichtlich, wie und wann man sich für den Newsletter anmeldet oder ist das Ganze erst auf den zweiten Blick erkennbar? Ich persönlich hatte schon öfter den Fall, dass ich einen Newsletter erhalten habe, obwohl ich mir ganz sicher war, dass ich mich nicht dafür angemeldet und das Häkchen für die Anmeldung sogar gelöscht habe. Mach so etwas nicht – das führt nur zu Abmeldungen. Weise deine Leser lieber direkt und deutlich darauf hin, dass sie sich für deinen Newsletter anmelden und bestätige dies per Double Opt-in.

Grund 5: Es besteht kein Interesse oder Bedarf mehr

Es kann immer wieder vorkommen, dass sich die Interessenlage, zum Beispiel durch einen Wechsel des Arbeitsplatzes, ändert und ein Abonnent sich deshalb aus deiner Liste austrägt. Auf diese Abmeldungen hast du nur wenig Einfluss, sie sind aber völlig normal. Deshalb solltest du ihnen auch nicht nachtrauern – davon haben nämlich beide Seiten nichts.

Fazit: Eine Newsletter-Abmeldung ist noch kein Grund zur Panik

Newsletter-Abmeldungen sind nicht zu vermeiden. Halten sie sich im normalen Rahmen, musst du dir aber keine Sorgen machen. Erst wenn sich die Abmeldungen häufen oder oft mit derselben Erklärung begründet werden, solltest du genauer hinschauen.


Tipp: Frage deine Leser nach Verbesserungsvorschlägen. Sie wissen am besten, was ihnen gefällt und können dir wertvolle Hinweise geben, um noch besser zu werden.


Dann ist es nämlich gut möglich, dass sich deine Abonnenten am gleichen Problem stören und sich deshalb abmelden. Löse das Problem und lerne aus deinen Fehlern. So kannst du es in Zukunft besser machen und dich über eine stetig wachsende Liste freuen.

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