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Gutes Storytelling: Das zeichnet spannende Geschichten aus

Menschen lieben es, Geschichten zu erzählen – vor allem dann, wenn sie emotional sind. Deshalb sind es nicht mehr nur Schriftsteller oder Filmemacher, die Geschichten erzählen. Auch Unternehmen nutzen es mittlerweile als Kommunikationswerkzeug.

Aber: Gutes Storytelling ist eine Kunst für sich. Denn es geht über das Ziel der reinen Unterhaltung hinaus und begeistert Leser. Im letzten Beitrag hast du bereits gelernt, was die Vorteile des Storytelling sind und für wen es sich eignet. In diesem Artikel gebe ich dir 7 Tipps mit auf den Weg, damit auch du erfolgreiche Geschichten erzählst und zeige dir drei Beispiele für gelungene Storytelling-Kampagnen.

7 Tipps für ein gutes Storytelling

Damit deine Geschichte ein Erfolg wird, solltest du einige Dinge beachten, statt einfach drauf loszulegen. Denn auch hier gilt: Ohne Plan und Struktur kommst du in der Regel nicht weit. Ich habe dir daher 7 Tipps zusammengestellt, mit denen du an dein Ziel kommst.

#1 Sei relevant für deine Leser

Deine Story sollte am besten auch dir gefallen, muss aber letztlich der Zielgruppe zusagen. Denn der Mehrwert ist für den Kunden ausschlaggebend. Wenn ihm deine Geschichte nicht gefällt, wird er sie auch nicht weiterverfolgen und deine Mühen waren somit umsonst.

Achte also darauf, dass die Story für deine Leser ansprechend ist. Sei aufmerksam und verfolge die Aktivitäten deiner Leser. Lies beispielsweise deren Kommentare auf deiner Facebook-Seite durch und frage nach konstruktivem Feedback. So lernst du deine Zielgruppe und ihre Bedürfnisse besser kennen und kannst Geschichten ganz nach ihrem Geschmack kreieren.

#2 Erst das Storymaking, dann das Storytelling

Für gutes Storytelling brauchst du erst einmal etwas zu erzählen. Im Grunde geht es dabei um drei Richtungen: Geschichten aus dem Unternehmen, Geschichten über die Mitarbeiter oder Geschichten von und mit Kunden.

Du kannst zum Beispiel einen Blick hinter die Kulissen geben und über besondere Produktionsverfahren oder über Rohstoffe und deren Herkunftsländer plaudern. Oder du erzählst von Kunden, mit denen du bereits erfolgreiche Projekte durchgeführt hast.

Aber: Du solltest deine Idee zunächst zu Ende denken, bevor du mit dem Erzählen auf verschiedenen Kanälen beginnst. Denn nicht alles lässt sich zu einer guten Story spinnen. Überlege dir also, was für deine Zielgruppe von Interesse ist (Tipp 1!) und in welche Richtung und auf welchen Kanälen du deine Geschichte erzählen willst.

#3 Sei emotional, um deine Leser zu fesseln

Wer Menschen berühren möchte, braucht Emotionen. Denn ausschließlich mit Zahlen, Daten und Fakten bleibt man nur selten in Erinnerung. Bist du emotional, machst du deine Leser hingegen neugierig und bekommst ihre Aufmerksamkeit.

Emotionen erwecken Vertrauen und lockern das Erzählte auf. Sie helfen dabei, das Vorstellungsvermögen zu aktivieren und steigern die Überzeugungskraft. Mit Emotionen hören deine Leser eher zu und verstehen besser, was du ihnen sagen willst. Also nutze sie!

#4 Kreiere eine Heldenreise mit Struktur

Damit gutes Storytelling gelingt, brauchst du eine runde Struktur. Eine emotionale Ausgangslage, ein Held und ganz wichtig: Die Story muss auf deine Zielgruppe, das heißt deine Leser, anwendbar sein.

Besonders der Beginn deiner Story ist dabei essenziell. Denn nur wenn deine Zielgruppe das Ganze für relevant hält, hört sie auch weiter zu. Ist es für sie ohne Bedeutung, schalten deine Leser ab.

Erfolgreiche Geschichten werden in der Regel aus der Perspektive des Helden erzählt. Insbesondere untypische Charaktere helfen, die Attribute einer Marke zu finden und zu transportieren. Idealerweise führt deine Heldenreise entlang eines Spannungsbogens von einer suboptimalen Ausgangslage über Hindernisse und Probleme hin zum erfolgreichen Ende. Sprichst du damit deine Leser an, fühlen sie sich in die Lage des Helden versetzt und können sich auch viel eher mit diesem identifizieren.

#5 Agiere kanalübergreifend und vermittle eine einheitliche Aussage

Kunden sind heutzutage auf mehreren Kanälen und Medien präsent. Gutes Storytelling berücksichtig dies, funktioniert aber unabhängig vom Kanal.

Ob Print oder Online, Social Media oder Website – du solltest deine Story auf allen deinen Kanälen und Plattformen teilen. Aber: Es ist ein konsistentes und flexibles Universum notwendig, damit du deine Geschichte auf die verschiedenen Plattformen übertragen kannst. Das heißt, du musst eine einheitliche Aussage, Sprache und Storyline haben. Erzählst du auf jeder Plattform etwas Anderes, leidet darunter deine Glaubwürdigkeit.

#6 Sei originell

Bevor du den letzten viralen Hit eines Unternehmens kopierst: Stopp! Gutes Storytelling bedeutet nicht, von anderen abzukupfern. Außerdem weißt du überhaupt nicht, ob das Ganze bei dir genauso erfolgreich funktionieren wird.

Wichtig ist es, neue und originelle Wege zu gehen. Du kannst das Storytelling anderer Unternehmen jederzeit als Inspirationsquelle nutzen, solltest es aber nie 1:1 kopieren. Denke also lieber noch einmal um die Ecke und finde deine Story.

#7 Binde deine Kunden ein

Die besten Geschichten schreiben deine eigenen Kunden. Mache sie also zu einem aktiven Teil deiner Story und lass sie persönlich von ihren Erlebnissen berichten. Denn Erfahrungsberichte und Referenzen sind weitaus glaubwürdiger als Geschichten, die du selbst in Umlauf bringst. Vor allem dann, wenn sie nicht stimmen oder geschönt sind. Stories über falsche Loyalität oder Kundenzufriedenheit werden früher oder später entlarvt – und können dann ganz schön nach hinten losgehen.

Erfolgreiches Storytelling: Diese Unternehmen machen es vor

 

Red Bull Stratos

Red Bull ist immer wieder für spektakuläre Stories zu haben. Aber dieser ist wohl kaum zu toppen. Erinnerst du dich noch an das Jahr 2012, als ein gewisser Felix Baumgartner einen Fallschirmsprung aus der Stratosphäre durchführen wollte?

Obwohl es sich dabei nicht einmal um einen richtigen Werbespot im klassischen Sinne handelte, war die mediale Aufmerksamkeit immens. Denn der Extremsportler Baumgartner wagte etwas derart Einzigartiges, Spannendes und Waghalsiges, dass die ganze Welt es mitverfolgen wollte.

Ohne Red Bull namentlich zu erwähnen, verbindet jeder den Stratosphärensprung mit der Marke. Und Red Bull konnte damit wieder einmal sein Image von Extremsport, Nervenkitzel & Co. unterstreichen.

 

Puppy Love

Mit dieser Super-Bowl-Werbung erreichte Budweiser ein enormes mediales Echo. Die Geschichte: Ein kleiner Welpe und ein großes Pferd schließen eine Freundschaft, die ihresgleichen sucht. Egal was passiert – kein Weg ist ihnen zu weit und kein Hindernis zu groß, um zusammen sein zu können.

Dieses Gefühl der Freundschaft überträgt sich direkt auf den Zuschauer und lässt dabei die Tatsache in den Hintergrund rücken, dass es sich eigentlich um eine Bierwerbung handelt. Denn am Ende zählt nur die Freundschaft zwischen Hund und Pferd.

 

#Heimkommen

Nach dem Megaerfolg von „Supergeil“ glaubten viele nicht daran, dass Edeka da nochmal nachlegen kann. Auch wenn die Weihnachtskampagne mit negativer Kritik konfrontiert wurde, war sie unterm Strich erfolgreich.

Die Story: Ein älterer Herr deckt den Esstisch und schaut traurig aus dem Fenster. Dabei sieht er, wie sich der Nachbarsfamilien in die Arme schließen. Seine eigene Familie ist währenddessen auf der ganzen Welt verteilt und hat keine Zeit, die Feiertage mit ihm zu verbringen. Dann der Schock: Seine Kinder bekommen die Nachricht, dass ihr Vater gestorben ist und machen sich auf den Weg nach Hause für die Beerdigung.

Als die Angehörigen das Esszimmer betreten, erfährt der Zuschauer, dass der Vater doch nicht gestorben ist. Stattdessen hat er seinen Tod als Vorwand benutzt, damit alle über die Feiertage heimkommen.

Obwohl dieses sensible Thema bei vielen nicht gut ankam, hat Edeka es wieder einmal geschafft, Emotionen zu transportieren und so einen Hit zu landen.

Fazit

Gutes Storytelling hängt von mehreren Faktoren ab. Mit den Tipps, die ich dir oben im Beitrag erklärt habe, bist du schon einmal auf dem richtigen Weg. Denn dann musst du nur noch deine ganz eigene Story entwickeln und mit deiner Zielgruppe teilen!

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