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E-Mail Marketing

Mobile First im E-Mail-Marketing auf dem Vormarsch

Wir sind mitten in einer mobilen Revolution. Die steigende Nutzung von Smartphones und Tablet hat zur Folge, dass Marketer schon jetzt nachdenken müssen, wo wann und wie Empfänger mit ihren E-Mails und Kampagnen interagieren. Wer sich nicht an diese Entwicklung anpasst und nur auf den klassischen Desktop versteift, hat eigentlich schon verloren.

Mobile First ist keine temporäre Erscheinung

Schon 2015 wurden mobile Endgeräte häufiger und länger genutzt als Desktop-PCs. Tatsächlich ist die Smartphone-Nutzung in den letzten vier Jahren um 394 Prozent gestiegen, für Tablets lag diese Zahl sogar bei unglaublichen 1.721 Prozent.

Durch diese Verlagerung weg vom klassischen Desktop und hin zu mobilen Endgeräten ändert sich auch die Art und Weise, wie wir E-Mails empfangen und lesen: Die Öffnungsrate von E-Mails auf mobilen Endgeräten ist in den letzten fünf Jahren um ganze 30 Prozent gewachsen, so dass sie mittlerweile über denen von Desktop und Webmail Clients liegt.

Für Marketer bedeutet diese Veränderung: Auch sie müssen sich anpassen und ihre E-Mail-Strategie komplett überdenken. Die Optimierung für mobile Endgeräte ist damit kein Nice-to-have mehr, sondern eigentlich schon Pflicht, da es direkten Einfluss auf die Öffnungsraten, Klicks und damit auch den Ertrag hat. Ohne eine „Mobile First“-Strategie kannst du sicher sein, dass ein Großteil deiner Empfänger deine E-Mails nicht erhält bzw. liest.

So kannst du deine E-Mails für das mobile Zeitalter wappnen

Wer sein E-Mail-Marketing in Richtung Mobile First ausrichten will, kann mit den nachfolgenden 7 Tipps bereits viel erreichen.

#1 Für Mobile optimierte Templates

Um Öffnungs- und Klickraten zu maximieren, ist es wichtig, dass E-Mails in allen Umgebungen gut aussehen. Am einfachsten funktioniert dies mit Templates, die bereits für mobile Endgeräte konzipiert und optimiert sind. Die meisten Anbieter von professioneller Mailingsoftware haben derartige Templates bereits in ihrem Portfolio. Du musst also nicht extra das Programmieren lernen und dir dein Template selbst erstellen.

#2 Kurze Betreffzeilen

Die Betreffzeile entscheidet mit am meisten, ob eine E-Mail geöffnet wird oder nicht. Das Problem auf Smartphone & Co.: Der Platz ist deutlich kleiner als am klassischen Desktop. Statt 80 oder mehr Zeichen bleiben dir auf mobilen Endgeräten nur 30 bis 40 Zeichen, abhängig vom jeweiligen Gerät. Um auf der sicheren Seite zu sein, sollte deine Betreffzeile sogar weniger als 30 Zeichen haben, damit sie nicht einfach abgeschnitten wird. 30 Zeichen ist nicht viel – mir fällt es schon schwer, den ein oder anderen Tweet in 140 Zeichen zu packen. Investiere also lieber etwas mehr Zeit in deine Betreffzeile, damit diese prägnant und für den Leser überzeugend ist.

#3 Überzeugende Pre-Header 

Der Pre-Header ist die kurze Zusammenfassung, die man im Posteingang nach der Betreffzeile sieht. Dieser ist ähnlich wie die Betreffzeile eine kritische Komponente, die über Öffnen oder Ignorieren entscheidet, und damit eine wertvolle Möglichkeit, deine E-Mail dem Empfänger schmackhaft zu machen.

Wie bei der Betreffzeile musst du auch hier ungefähr wissen, wieviel Platz dir für deinen Text bleibt. In der Regel liegt dieser je nach Gerät bei einer Länge von 40 bis 50 Zeichen. Auch hier gilt es daher, sich kurz zu fassen, um nicht mittendrin abgeschnitten zu werden. Außerdem ist es wichtig, strategisch zu denken: Wie steht er mit Absender und Betreffzeile in Verbindung? Kann ich den Pre-Header inhaltlich mit der Betreffzeile kombinieren, um eine größere Zielgruppe anzusprechen?

#4 Passender Absender

Der Absender ist das am prominentesten platzierte Element im Posteingang. Es ist daher nicht überraschend, dass ein Großteil der Empfänger anhand des Namens entscheidet, ob sie eine E-Mail öffnen oder nicht. Doch wie kann man den Absender optimieren? Der Schlüssel liegt in der Anpassung an die Erwartungen der Zielgruppe. Abonniere ich z.B. den Newsletter von onlinemarketing.de, erwarte ich diesen auch als Absender und nicht den Namen des zuständigen Redakteurs. Diesen kenn ich nämlich nicht und kann dementsprechend auch nichts damit anfangen. Auch hier gilt außerdem, die Zeichenzahl zu beachten. Auf der sicheren Seite bist du, wenn dein Absendername weniger als 23 Zeichen hat.

#5 Große Buttons 

Der Finger eines Erwachsenen nimmt viel Platz auf dem Display ein. Es ist daher mehr als schlecht, nur einen kleinen Button oder Link für den CTA zur Verfügung zu stellen. Nutze stattdessen große, farblich hervorgehobene Buttons, die deine Abonnenten einfach klicken können. Wichtig ist hier auch, dass dein CTA soweit isoliert steht, dass der Leser nicht Gefahr läuft, aus Versehen auf einen anderen Button oder Link zu klicken.

#6 Spezielle Landingpages für mobile Geräte

Klickraten in der E-Mail sind nur die halbe Miete. Denn normalerweile möchte man, dass der Leser im Anschluss an deine Mail etwas kauft, deinen Blogpost liest usw. Daher muss auch die Landingpage, auf die von der E-Mail aus geleitet wird, für mobile Endgeräte optimiert sein. Andernfalls verschwindet der Leser schneller, als du Rind­fleisch­eti­ket­tie­rungs­über­wa­chungs­auf­ga­ben­über­tra­gungs­ge­setz sagen kannst.

#7 Tracking und Analyse

Moderne E-Mail-Marketing-Tools bieten für gewöhnlich auch ein Reporting an, mit dem sich erkennen lässt, wie viele Personen eine E-Mail geöffnet oder geklickt und auf welchem Gerät sie diese abgerufen haben. Mit diesen Informationen kannst du deine Kampagnen weiter optimieren, um das Beste aus deinem E-Mail-Marketing herauszuholen.

Fazit

Die mobile Nutzung wächst jeden Tag und immer mehr Menschen checken ihre Mails auf ihren Smartphones oder Tablets. Investiere also die Zeit, um deine Kampagnen für mobile Endgeräte zu optimieren – es lohnt sich.

 

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