nachteile im e-mail-marketing
E-Mail Marketing

Nachteile im E-Mail-Marketing? Auch die gibt’s

Das E-Mail-Marketing hat nicht nur Vorteile, sondern auch seine Grenzen. Die Vorteile habe ich dir im Artikel Warum E-Mail-Marketing noch immer eine gute Idee ist aufgelistet. Daher gehen wir jetzt genauer auf die Nachteile im E-Mail-Marketing ein. Denn auch die gibt es.

Damit will ich dich aber nicht entmutigen, sondern dir lediglich zeigen, was du im Hinterkopf behalten solltest, wenn du dich in dieses Abenteuer stürzt. Letztlich haben nämlich alle Marketingmaßnahmen gewisse Vor- und Nachteile, Grenzen sowie Möglichkeiten. Diese solltest du zwar kennen. Unterm Strich zählt aber, was du daraus machst. Los geht’s.

Das sind die Nachteile im E-Mail-Marketing

Nachdem du die Vorteile kennst und weißt, was E-Mail-Marketing ist (ansonsten geht es hier nochmal zum Artikel), kommen folgend die möglichen Nachteile:

Es herrschen strikte rechtliche Rahmenbedingungen

In der Europäischen Union und besonders in Deutschland sind die Regeln für den Versand werblicher E-Mails sehr strikt. Ob dieser für den Empfänger unzumutbar ist, richtet sich vor allem nach § 7 Abs. 2 Nr. 3 UWG. Demnach sind sämtliche werblichen Mails unzumutbar, wenn der Empfänger dem Erhalt dieser nicht vorab ausdrücklich zugestimmt hat.

Damit du hier auf der sicheren Seite bist, solltest du unbedingt das Double Opt-in einsetzen. So kannst du stets nachweisen, dass deine Abonnenten dem Erhalt deiner E-Mails zugestimmt haben. Denn wird deine Werbung als unzumutbar eingestuft, drohen Ärger und empfindliche Geldstrafen – ganz zu schweigen von dem Image-Schaden, den du damit erhältst.

Wenn du dir jetzt denkst „Dann soll der Empfänger meine Mail doch einfach löschen. Ist doch kein Problem. Irgendwann kommt vielleicht etwas, das ihn interessiert“, dann will ich dich hier gleich stoppen. Für den Empfänger bedeutet der Erhalt unerwünschter Mails nämlich Kosten und Aufwand. Schließlich muss er die E-Mails aussortieren und löschen. Vielleicht übersieht er dadurch auch eine wichtige E-Mail, was ihm später Probleme bereitet.

Abgesehen davon stößt ein ungewollte E-Mail in der Regel auf wenig Interesse und landet direkt im Papierkorb. Deine Arbeit war also umsonst und dein Name beziehungsweise dein Business bekommt für den Empfänger einen faden Beigeschmack.

Das Generieren von Adressdaten ist langwierig

Ohne Empfängeradressen funktioniert E-Mail-Marketing nicht. Das Generieren qualitativ hochwertiger Adressen kann aber gut und gerne Wochen oder sogar Monate dauern. Ein Grund ist mitunter die Spam-Problematik, aufgrund derer es oft Vorbehalte gegenüber Dritten, die nach der E-Mail-Adresse fragen, gibt.

Du solltest also eine große Portion Geduld mitbringen, wenn du mit dem E-Mail-Marketing startest. Denn erst mit etwa 100 Adressen oder mehr kannst du aussagekräftige Tests durchführen und deine Newsletter oder Mailings kontinuierlich verbessern.

Eine gute Möglichkeit für den Adressgewinn ist das Anbieten eines Freebies. Mit diesem gibst du potenziellen Abonnenten einen Anreiz, sich für deinen Newsletter anzumelden. Nimm dir ruhig etwas Zeit bei der Gestaltung deines Freebies. Denn ein besonders gutes lässt deine Abonnentenzahlen in die Höhe schießen, während ein weniger gutes in der Regel auf wenig Anklang stößt. Außerdem sprichst du damit genau die Leser an, die du in deiner Liste haben willst. Schlechte Adressdaten sorgen nämlich für hohe Bounce-Raten und führen zu einer geringen Rücklaufquote.


Tipp: Platziere das Anmeldeformular für deinen Newsletter prominent auf deiner Website. Nur wenn deine Leser dein Angebot sehen, können sie sich auch dafür eintragen.


Durch Übernutzung verpufft die Wirksamkeit

Gerade weil das E-Mail-Marketing eine relativ günstige Marketingmaßnahme ist, wird es von vielen gerne eingesetzt. Die Folge: Überfüllte Postfächer, in denen man kaum noch aus der Masse sticht.

Da wird die Versuchung groß, einfach mehr E-Mails zu schicken. Irgendwann wird man schon auffallen. Dem ist aber nicht so. Vielmehr fällt man eher als Spammer auf und sinkende Response-Raten sind damit eigentlich schon sicher.

Dennoch sollte die tägliche E-Mail-Flut für dich kein Grund sein, auf E-Mail-Marketing zu verzichten. Denn wenn du gut bist, werden deine Mails auch gelesen.

E-Mails sind nicht grenzenlos anpassungsfähig

An sich ist die E-Mail ein relativ flexibles Medium. Allerdings sorgen Rich Media und dynamische Inhalte für so manche Schwierigkeiten, da Webtechnologien wie Flash oder Java Script aus Sicherheitsgründen nicht funktionieren oder direkt in den Spam-Ordner verbannt werden.

Das E-Mail-Marketing ist zwar nicht unbegrenzt anpassungsfähig. Es gibt aber einige vielversprechende Ansätze, die für die Zukunft hoffen lassen. Die persönliche Ansprache mit Vor- oder Nachname ist mit einem ordentlichen Newsletter Tool zum Beispiel schon heute kein Problem mehr. Interessant wird auch, wie sich das Medium Video im E-Mail-Marketing entwickeln wird.

Es fehlt die physische Greifbarkeit

Es wird wohl keiner deinen Newsletter ausdrucken und diesen in einem separaten Ordner aufbewahren. Vielmehr wird deine Mail gelesen und verschwindet langsam aber sicher im Postfach deiner Empfänger. E-Mails haben dadurch nur einen geringen Aufbewahrungswert.

Im Gegensatz zu Printprodukten werden sie somit auch als weniger wertig empfunden. Ein Brief oder Katalog auf hochwertigem Papier macht durchaus einen anderen Eindruck als die elektronische Post. E-Mails punkten aber wiederum, wenn es darum geht, Ressourcen wie Papier zu schonen.

Fazit: Soll ich überhaupt auf E-Mail-Marketing setzen?

Auch wenn es Nachteile im E-Mail-Marketing gibt, sollte das kein Grund für dich sein, komplett darauf zu verzichten. Es ist nie alles Gold, was glänzt, und andere Marketingmaßnahmen haben ebenso ihre Vor- und Nachteile. Du musst also auch bei anderen Methoden in der Regel gewisse Kompromisse eingehen.

Letztlich hängt viel davon ab, wie du die Sache angehst und was du aus den dir gegebenen Möglichkeiten machst. Solange du dich aber an die Regeln hältst und überzeugende E-Mails schreibst, bist du schon einen großen Schritt weiter. Und dann sind einige Nachteile im E-Mail-Marketing oft schon gar keine mehr.

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