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Content Marketing

Warum ein Redaktionsplan unverzichtbar ist

Bei meinem letzten Blog habe ich jede Woche wild drauf losgeschrieben. Über das, was mir in den Sinn kam oder mich gerade bewegt hat. Dieser Blog war für mich aber auch nichts anderes als ein Hobby und sollte eben auch nicht mehr sein. Wer seinen Blog professioneller betreiben will, kommt allerdings nicht um einen Redaktionsplan herum.

Ein Redaktionsplan beschränkt sich aber nicht nur auf einen Blog, sondern kann für das gesamte Content Marketing angewendet werden. Ob die Planung von Social Media Posts, dem nächsten YouTube-Video oder ganzer Kampagnen – ein Redaktionsplan unterstützt dich bei deiner Arbeit.

Insbesondere Themen, die wenig bis keinen Nachrichtencharakter haben, können mithilfe eines Redaktionskalenders bereits frühzeitig geplant und produziert werden. Das erspart viel Stress und Zeitdruck – besonders dann, wenn viel Content auf einmal vorhanden sein muss. Heutige Programme ermöglichen zudem, dass Beiträge, Videos oder Social Media Posts automatisch zu einem bestimmten Zeitpunkt veröffentlicht werden. Mit dieser strategischen Vorarbeit und Planung kann das gesamte Content Marketing letztlich effektiver gestaltet werden.

Die 5 Vorteile eines Redaktionsplans

Ich schwanke in meinem Leben ja immer zwischen Ordnungsfimmel und Teilzeit-Messie. Bei der Arbeit hat jedoch ersteres die Oberhand. Darum würde ich nicht mehr auf einen Redaktionsplan verzichten wollen – allein schon, weil ich meine ganzen Ideen wieder vergessen würde. Außerdem hat er noch ein einige weitere Vorteile:

Struktur und Ordnung schaffen

Ordnung braucht nur der Dumme, das Genie beherrscht das Chaos. Dieses Zitat von Albert Einstein hört man öfters – besonders von Ordnungsmuffeln. Manchmal mag das Chaos vielleicht ganz gut sein und die Kreativität fördern. Wenn es ums Content Marketing und dessen Planung geht, ist Ordnung jedoch vorzuziehen. Denn mit einem Redaktionsplan kann man seinem Content Marketing Struktur geben und Ordnung in seine tägliche Arbeit bringen. Hilfreich besonders auch bei Themenwochen oder festen Serien. 

Überblick behalten

Würdest du noch wissen, zu welchem Thema du vor drei Monaten einen Beitrag geschrieben hast? Also ich nicht. Genau deshalb vertraue ich auf meinen Redaktionsplan. Dieser hilft nicht nur bei der Themenplanung, sondern zeigt auf einen Blick, wann was von wem erstellt bzw. veröffentlicht werden muss.

Redundanzen erkennen

Weiterer Vorteil eines Redaktionsplans ist die Möglichkeit, Redundanzen zu erkennen. Damit beugst du der Gefahr vor, das gleiche Thema zweimal zu behandeln und deine Leser bzw. Zuschauer mit identischen Inhalten zu langweilen. Gerade wenn dir eine neue Idee kommt, kannst du in deinem Plan prüfen, ob du das Thema schon einmal behandelt hast, ob du es mit einer anderen Zielrichtung noch einmal aufarbeiten kannst oder ob sich dein alter Text mit aktuellen Daten ergänzt recyceln lässt.

Schwachstellen entdecken

Der Redaktionsplan zeigt dir unverblümt, welche Inhalte bereits fertig sind und welche noch nicht. Besonders bei der Arbeit im Team ist dies eine enorme Hilfe. Denn der Hauptverantwortliche kann im Bedarfsfall nochmals nachhaken oder seine Unterstützung anbieten. Voraussetzung ist hierbei natürlich, dass alle Teammitglieder den Redaktionsplan auf dem aktuellen Stand halten.

Content-Strategie stärken

Wer mit einem Redaktionsplan arbeitet, hat es in der Regel leichter, die Ziele zur Umsetzung der Content-Strategie im Blick zu behalten. Ob Leads generieren, mit der Zielgruppe interagieren oder die Sichtbarkeit erhöhen – Content kann verschiedene Zielsetzungen haben. Werden diese in den Redaktionsplan integriert, sind sie für alle jederzeit sichtbar.

Excel, Plugin oder Vorlage für den Redaktionsplan?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, seinen Redaktionskalender zu gestalten. Wer seine Seite mit WordPress betreibt, kann beispielsweise auf das Plugin Editorial Calendar zurückgreifen und seine Inhalte direkt online planen. Ich habe es in der Vergangenheit mal getestet, war aber wenig begeistert und bin deshalb wieder zur guten alten Excel-Tabelle zurückgekehrt. Brauchst du eine Spalte für den zuständigen Redakteur? Willst du Social Media oder bestimme Keywords in deiner Liste integrieren? Kein Problem – mit Excel kannst du deinen Redaktionsplan so gestalten, wie du ihn benötigst. Onlinemarketing-praxis.de veröffentlicht zudem jedes Jahr eine nützliche Übersicht mit verschiedenen Vorlagen für Redaktionspläne, die du an deine eigenen Bedürfnisse anpassen kannst. Aber auch Tools wie etwa Trello können deine Arbeit erleichtern. Für welche Variante du dich letztendlich entscheidest, ist dir überlassen. Wichtig ist, dass es für dich und deine Arbeit passt.

Mit guter Planung den Überblick behalten

Ein Redaktionsplan macht natürlich nur Sinn, wenn er regelmäßig gepflegt wird. Durch diesen kann der planerische Aufwand minimiert werden, was mittel- und langfristig für Entlastung sorgt. Der Redaktionsplan sollte allerdings nicht zu eng gefasst werden, um die Kreativität nicht einzuschränken. Hast du beispielweise einen guten Einfall für einen Beitrag, der zudem aktuell ist, wäre es doch schade, wenn du deine Idee verwerfen musst, weil dein Redaktionsplan ein zu starres Konstrukt ist. Oder wenn es dir wie mir geht und du mit einem bestimmten Thema einfach nicht warm wirst: Dann schiebe ich es nach hinten und tausche es mit einem anderen.

Mit guter Planung kannst du den Überblick über dein Content Marketing behalten und weißt immer genau, was wann fertig sein muss. Warum also darauf verzichten?

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