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Content Marketing

Was macht gutes Content Marketing aus?

Content Marketing ist ein Kinderspiel – das meinen viele. Dass gutes Content Marketing aber richtige Arbeit ist, die für gewöhnlich längere Zeit in Anspruch nimmt, vergessen die meisten jedoch. Aber was macht eigentlich gutes Content Marketing aus? Hier erfährst du die Antwort.

5 Eigenschaften, die gutes Content Marketing auszeichnen

Erfolgreiche Kampagnen haben in der Regel mehrere Faktoren gemeinsam. Dazu gehört nicht nur die Tatsache, dass sich die Macher dahinter stundenlang den Kopf zerbrochen haben.

#1 Klar definierte Zielgruppe

Für wen willst du schreiben? Diese Frage stellst du dir am besten, bevor du die ersten Zeilen überhaupt getippt hast. Denn wer seine Zielgruppe nicht klar definiert, kann seine Inhalte, Sprache und Strategie nicht optimal an dieser ausrichten. Und wer sich nicht an seiner Zielgruppe orientiert, wird in der Regel wenig Erfolg haben. Stell dir daher deinen idealen Leser vor, definiere seine Ziele und Wünsche, Merkmale wie Alter oder Geschlecht, über welche Charaktereigenschaften er verfügt und welchem Beruf er nachgeht.

#2 Klar definierte Themen

Es macht keinen Sinn auf einer Plattform Inhalte über mehrere, nicht miteinander zusammenhängende Themen zu erstellen. Denn eine Zielgruppe interessiert sich in der Regel für ein Thema, wegen dessen sie z.B. auf deinen Blog klickt. Wer beispielsweise neben Finanztipps noch Reiseberichte und Beiträge zu lokalen Kunstausstellungen schreibt, lockt mehrere unterschiedliche Zielgruppen an und verliert an Seriosität – in der Regel das Todesurteil für professionell ausgelegte Blogs und Plattformen.

#3 Mehrwert für Leser und Konsumenten

Beim Content Marketing geht es um Mehrwert. Das weiß mittlerweile jeder, der sich etwas mit der Thematik auseinandergesetzt hat. Jeder noch so schön geschriebene Text nützt am Ende nichts, wenn er keinen Mehrwert hat. Was genau der Mehrwert ist, kann unterschiedliche Facetten haben. Das können z.B. nützliche Informationen zu einem bestimmten Thema sein oder einfach nur Unterhaltung für den Leser bedeuten.

#4 Durchdachte Strategie

Ohne Strategie geht es nicht. Dieses Mantra gilt es, sich auf die Fahnen zu schreiben. Zumindest wenn man mehr als ein Hobbyblogger sein will. Denn was bringt es, wenn du die eine Woche einen Blog schreibst und in der nächsten Woche schon Videos auf YouTube einstellst. Es spricht zwar nichts dagegen, beide Plattformen für sich zu nutzen – zu viel Willkür und Sprunghaftigkeit verschreckt jedoch irgendwann auch den letzten treuen Leser. Zu einer durchdachten Strategie gehört nicht nur die Wahl des Mediums, sondern u.a. auch die Planung der Umsetzung sowie Festlegung der Ziele.

#5 Originaler und origineller Content

Keiner will Inhalte lesen, denen er bereits auf einer anderen Seite begegnet ist. Auch Google straft doppelten Content inzwischen ab. Einfach von woanders abzuschreiben, bringt also nichts und ist auch nicht Sinn des Content Marketing. Aber es geht noch einen Schritt weiter: Dein Content sollte nicht nur original, sondern auch originell sein. Kaue die gleichen Themen nicht immer auf dieselbe, bisherige Weise durch, sondern probiere mal etwas Anderes aus. Eine Idee kann hier das Storytelling sein. Das weckt Neugier beim Leser und erhöht die Wahrscheinlichkeit, von anderen verlinkt zu werden. 

3 Beispiele für erfolgreiches Content Marketing

Es gibt noch weitere Unternehmen, die ihr Content Marketing erfolgreich umsetzen. Ich habe mich in diesem Beitrag nur auf drei meiner Favoriten konzentriert, die mir im Laufe meiner „Online-Marketing-Laufbahn“ begegnet sind.

#1 Großartiges Storytelling von Neeman Tools

Beim Content Marketing geht es immer auch darum, nah am Menschen zu sein und authentisch rüberzukommen. Das in Lettland ansässige Unternehmen John Neeman Tools, das Messer, Bögen und Äxte fertigt, hat dies wunderbar geschafft. Denn der Handwerksbetrieb kennt seine Zielgruppe sehr gut und kreiert aus einem eher unemotionalen Thema durch Videos, passende Texte auf der Webseite und sehr gute Bilder ein großartiges Storytelling. Besonders erfolgreich waren Videos zum Entstehungsprozess der Produkte, die helfen, den Zuschauer von der Qualität zu überzeugen und damit auch den höheren Preis zu rechtfertigen.

#2 Zerstörerische Unterhaltung bei Blendtec

Will it blend? – mit dieser Frage hat Blendtec seinem Nischenprodukt zu ungeahnter Popularität im Netz verholfen. Das Unternehmen, das Mixer herstellt, macht dafür nur eins: Es wirft verschiedene Gegenstände in den Mixer und beweist damit die Power des kleinen Haushaltsgeräts. Und dabei geht es nicht um Obst oder Gemüse: Ob das neueste iPhone, Murmeln oder Golfbälle – vor Blendtec ist nahezu nichts sicher. Dabei geht es in erster Linie um Unterhaltung und die Freude an sinnloser Zerstörung. Denn wohl kaum einer wird in seinem Mixer teure Elektronikgeräte zerstückeln. Zuzusehen, wie es ein anderer tut, macht nicht nur mehr Spaß, sondern ist auch deutlich günstiger.

Dreh- und Angelpunkt von Blendtec ist die Videoplattform YouTube. Aber auch auf Facebook und Instagram schafft es das Unternehmen, seinen Followern nützliche Informationen und Mehrwert zu liefern.

#3 L’Oreal Paris: Tutorials mit Mehrwert

L’Oreal Paris bietet Followern und Kunden in seiner Make Up Lounge hilfreiche Tutorials und Expertentipps zu Make-up, Nägel, Haut und Haaren. Neben Step-by-Step-Anleitungen werden sämtliche Produkte in den Videos verlinkt. Auch das eigentliche Produkt wird dabei nicht aus den Augen verloren und die im Videos gezeigten Experten schaffen Vertrauen zu Produkt und Marke. Die Tutorials binden Nutzer nicht nur auf lange Sicht an L’Oreal, sondern haben auch einen echten Mehrwert.

Fazit

Du siehst, erfolgreiches Content Marketing hat kein besonderes Geheimrezept. Vielmehr spielen mehrere Faktoren eine Rolle, die du beachten musst und die die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass dein Content Marketing durchstartet.

Denk doch einmal darüber nach, welche der oben genannten Eigenschaften schon vorhanden sind und wo es noch Nachholbedarf gibt. Auch bei den Beispielen siehst du, dass du das Rad nicht neu erfinden musst. Achte eher darauf, dass du deinen Followern einen Mehrwert lieferst und sie emotional an dich und deine Marke bindest.

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