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Content Marketing

Webdesign und Content Marketing: So wird deine Seite Content-freundlich

Das Webdesign ist mittlerweile fester Bestandteil einer guten Marketingstrategie und in Zeiten des Visual Storytelling enger denn je mit dem Content Marketing verbunden. Dabei geht es nicht nur um das grundsätzliche Design einer Webseite, sondern auch um Suchmaschinenoptimierung, die farbliche Gestaltung und den logischen Aufbau der Homepage.

Warum diese Punkte für dein Content Marketing so wichtig sind und wie du ein Content-freundliches Webdesign ganz einfach selbst umsetzen kannst, erkläre ich dir in diesem Artikel.

Warum Webdesign auch beim Content Marketing eine Rolle spielt

Auf einer Webseite müssen Content und Design Hand in Hand gehen, wenn sie erfolgreich sein soll. Denn ein gutes Webdesign sorgt dafür, dass ein Interessent mehr über dich und deine Produkte erfahren will. Umgekehrt haben Nutzer bei einem schlechten Design keine Lust dazubleiben – das Stichwort hier lautet User Experience oder auch Nutzererlebnis. Die Folge: Sie suchen sich ihre Informationen über Google woanders und du hast einen potenziellen Kunden wahrscheinlich für immer verloren.

Besucher entscheiden anhand deiner Homepage nämlich auch, ob du vertrauenswürdig bist oder nicht. Ist dein Design schlecht und deine Webseite unübersichtlich, können auch noch so gute Inhalte selten überzeugen. Zudem können sich Besucher durchaus fragen, ob du überhaupt ausreichend Energie in deine eigentliche Arbeit steckst, wenn du schon nicht bereit bist, eine überzeugende Webseite zu erstellen beziehungsweise von einem Webdesigner erstellen zu lassen.

Das zeichnet ein Content-freundlichen Webdesign aus

Ein unübersichtliches Layout, zu viele Pop-ups oder lange Ladezeiten – ein schlechtes Webdesign kann mehrere Ursachen haben. Gutes Webdesign zeichnet sich wiederum durch eine angenehme Lesbarkeit und keine unnötigen Ablenkungen aus. Diese Bereiche solltest du deshalb berücksichtigen:

Neutraler Hintergrund

Die Hintergrundfarbe kann die Wirkung deiner Seite enorm beeinflussen. Vergleiche nur mal diese Beispiele eines dunkel gehaltenen Templates und eines weißen.

Ein mintgrüner Hintergrund mag in deinen Augen vielleicht schick aussehen. Ob Besucher deine Begeisterung teilen und das genauso sehen, sei allerdings mal dahingestellt. Top-Seiten oder Blogs nutzen daher stets einen weißen oder transparenten Hintergrund. Das wirkt professionell und erhöht die Lesbarkeit der Internetseite.

Schrift

Die Readability spielt eine große Rolle für das Nutzererlebnis. Ist deine Schrift nur schlecht lesbar, wird sich kaum einer die Mühe machen, das Geschriebene zu entziffern, sondern deine Seite mit einem unzufriedenen Gefühl verlassen.

Bei einem weißen Hintergrund wählst du am besten eine schwarze oder dunkelgraue Schrift. Ob es sich dabei um eine Serifenschrift (etwa Times New Roman) oder eine serifenlose (zum Beispiel Arial) handelt, ist dir überlassen. Sie sollte allerdings nicht zu verschnörkelt sein, damit sie online immer noch gut zu lesen ist. Ich persönlich bevorzuge serifenlose Schriften wie Arial, Verdana oder Helvetica. Diese wirken in meinen Augen moderner. Das nachfolgende Bild zeigt dir den Unterschied zwischen beiden Schriftarten.

webdesign schrift

Neben der Schriftart gibt es aber auch noch die Schriftgröße, die du berücksichtigen musst. Deine Schrift darf zu klein sein, da sich deine Leser sonst noch stärker konzentrieren müssen. Eine Schrift sollte daher nicht kleiner als 14 pt sein, viele sehen in 16 pt das Optimum. Dann ist die Schrift angenehm und ohne zusätzliche Konzentration lesbar.

Menüstruktur

Zu einem Content-freundlichen Webdesign zählt auch eine einfache Menüstruktur. Hättest du Lust, jedes Mal durch unzählige Seiten klicken und scrollen zu müssen, bevor du die Informationen findest, die du suchst? Wohl kaum und genauso geht es deinen Lesern.


Tipp: Menschen haben online keine Geduld. Du solltest ihnen daher alles so einfach wie möglich machen.


Biete ihnen daher ein simples Menü, bei dem sie schnell das finden, was sie suchen. Das heißt, keine unzähligen Drop-Down-Elemente und eine logische Aufteilung deiner Inhalte. Muss das Impressum beispielsweise im Hauptmenü in der Headerleiste sein oder kann es nicht in den Footerbereich wandern? Prinzipiell gilt: Die wichtigsten Infos sollten zu Beginn direkt ersichtlich sein. Informationen, die für deine Besucher zunächst weniger relevant sind, reichen auch im Footerbereich.

Formatierung

Welcher Text wird online deiner Meinung nach eher gelesen?

Die richtige Antwort ist rechts.

Guter Content wirkt im Zusammenspiel mit einem guten Webdesign viel besser. Deshalb sollten deine Inhalte auch optisch ansprechend sein. Das heißt, verwende vor allem Absätze und Zwischenüberschriften. Dein Text sollte nämlich nicht nur ein einziger langer Fließtext sein, da ihn das schwer lesbar macht.

Mit Paragraphen und mehreren Headlines machst du den Text nicht nur übersichtlicher, sondern ermöglichst deinen Lesern auch das Scannen deines Artikels. So finden sie die gesuchten Informationen noch schneller. Falls es sich anbietet, kannst du deinen Content außerdem mit Bullet Points oder Illustrationen auflockern.

Wie du deine Artikel richtig formatierst, erfährst du in meinem Blogpost So optimierst du deine Beiträge für Suchmaschinen und Leser.

Benutzerfreundlichkeit

Genau genommen trifft das Stichwort Benutzerfreundlichkeit auch auf die anderen Punkte zu. Ich will hier aber auf drei bestimmte Faktoren hinaus – nämlich keine unnötigen Ablenkungen, schnelle Ladezeiten und ein Responsive Design.

Wie würdest du es finden, wenn sich jede Minute ein Pop-Up öffnet oder die Sidebar voller blinkender Werbebanner ist? Wahrscheinlich nicht so toll. Deshalb ist weniger oft mehr. Ein Pop-Up macht nur Sinn, wenn sich ein Besucher schon eine Weile auf deiner Seite befindet und sich bereits mit dir und deinem Angebot vertraut machen konnte. Ebenso sollte deine Sidebar nicht überladen sein. Diese lenkt nämlich ab und sorgt so dafür, dass dich dein Leser nicht mehr voll und ganz auf den eigentlichen Inhalt konzentrieren kann.

Durch die steigende Nutzung mobiler Endgeräte ist es gut möglich, dass dein Blog auf einem Tablet oder Smartphone gelesen wird. Das solltest du bei der Gestaltung deiner Seite beachten und dich von vorneherein für ein Template mit Responsive Design entscheiden. Mit diesem wird deine Webseite nämlich auf jedem Gerät optimal angezeigt.

Mindestens genauso wichtig ist zudem, dass dein Blog schnell geladen wird. Das hängt zum einen mit deinem Hoster zusammen, zum anderen mit der Größe deiner Inhalte. Wähle also von bereits zu Beginn einen Hosting-Anbieter mit positiven Referenzen zur Ladezeit. Darüber hinaus solltest du deine Bilder stets auf Webgröße komprimieren. Haben diese nämlich eine Dateigröße von mehreren MB, dauert es auch länger, bis sie geladen sind.

Call-to-Actions & Shares

Der Call-to-Action ist einer der wichtigsten Elemente auf deiner Seite. Dabei ist es zunächst egal, ob es um Social-Media-Profile, ein Newsletter-Abonnement oder direkt einen Kauf geht. Denn im Endeffekt sollen kontinuierlich Besucher auf deinen Blog gelangen, die sich irgendwann in Leads verwandeln.

Das Wichtigste ist dabei, dass dein CTA ansprechend und gut sichtbar ist. Darüber hinaus ist es sinnvoll, wenn du die Buttons am Ende der Seite beziehungsweise des Artikels positionierst. Schließlich kommt kaum einer auf die Idee, einen Artikel zu teilen oder deinen Newsletter zu abonnieren, wenn er diesen gerade erst geöffnet und noch nicht einmal gelesen hat.

Fazit: Gutes Webdesign ist gut fürs Business

Beim Webdesign spielen viele Elemente eine Rolle. Am Wichtigsten ist aber der Besucher deiner Webseite oder deines Blogs. Je schneller er etwas finden und je einfacher er deinen Content konsumieren kann, desto besser ist das für dich. Bei der Umsetzung deiner Webseiten solltest du deine Besucher deshalb immer im Hinterkopf behalten.

Es wundert daher auch nicht, dass der Begriff Webdesign immer häufiger durch User Experience Design (kurz: UX Design) ersetzt wird. Bei diesem geht es nämlich um eine ganzheitliche Sicht auf die Nutzererlebnisse bei Webseiten oder anderer Services – und diese sollten schließlich möglichst positiv sein.

Genau deshalb ist ein gutes Webdesign auch so wichtig für dein Content Marketing. Guter Content entfaltet sein volles Potenzial erst in der richtigen Umgebung. Ist dein Design also gut, assoziieren deine Besucher dich mit einem positiven Erlebnis. Und positive Erfahrungen sorgen wiederum schneller für Vertrauen.

 

Kommentare (2)

  • Hey,

    das ist ein sehr interessanter Beitrag. Ich werde mir ein paar Punkte davon merken und anwenden.

    Wir haben auch einen Beitrag zum Thema „Content Marketing“ veröffentlicht anhand eines Live-Beispiels. Schaut doch mal vorbei, vielleicht sind die Tipps für den ein oder anderen Leser zusätzlich noch hilfreich:
    http://webquantum.net/content-marketing-virale-inhalte/

    Viele Grüße
    Max

    Antworten
    • Sarah

      Hey Max,
      vielen Dank für das Kompliment und den Link. Da kann sich der ein oder andere sicher noch einen Tipp rausholen.

      Viele Grüße
      Sarah

      Antworten

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