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E-Mail Marketing

Wie du vermeidest, im Spam-Ordner zu landen

Keiner will sie, aber dennoch sind sie da: Täglich werden allein in Deutschland über 100 Millionen Spam-Mails versandt – Tendenz steigend. Moderne Spamfilter-Systeme sortieren Spam zwar normalerweise aus, aber auch diese sind nicht unfehlbar. Entweder landet eine unerwünschte Mail doch im Postfach oder der Spamfilter löscht eine eigentlich gewünschte Mail.

Auch für Personen oder Unternehmen, die seriöses E-Mail-Marketing betreiben wollen, hat dies Auswirkungen. Denn ihre Mails können im Spam-Ordner landen, wenn sie z.B. schlechte Formulierungen wählen oder ihre Mails über unsichere Server verteilen. Das Gute: Sie können aktiv handeln, um die Spam-Wahrscheinlichkeit zu verringern.

In diesem Beitrag erfährst du, wie Spamfilter funktionieren und was du tun kannst, um nicht Gefahr zu laufen, im Spam-Ordner zu landen.

Typische Anzeichen von Spam

Bei Spam handelt es sich um weitestgehend identische und in Massen versandte Nachrichten, die ohne vorherige Zustimmung des Empfängers versandt werden und über keine relevanten Inhalte verfügen. Grundsätzlich lassen sich zwei Arten von Spam unterscheiden. Zum einen sind dies kriminell motivierte Mails (z.B. Phishing oder Backscatter), zum anderen unerwünschte Marketing-Mails.

Erhält ein Abonnent trotz Sendeerlaubnis zu viele Mails, empfindet er auch dies häufig als Spam. Dazu gehören Bacn (unerwünschter Zeitpunkt) oder Greymails (Inhalte sind nicht mehr relevant). Beides hat in der Regel zur Folge, dass sich der Empfänger aus der Abonnentenliste austrägt.

So arbeiten Spamfilter

Spamfilter prüfen E-Mails auf ihre Relevanz und identifizieren sie gegebenenfalls als Spam. Die Bewertung erfolgt durch festgelegte Bewertungsparameter, die in ein Spam-Punkte-System eingebettet sind. Das sind z.B. bestimmte Wörter oder Phrasen in der Absenderadresse, Betreffzeile oder der E-Mail.

Darüber hinaus gibt es auch ein Reputationskonzept. In diesem Fall wird ein Score-Wert anhand bestimmter Kriterien wie Absender, Klickrate oder Spambeschwerden ermittelt. Je nach Wert landet die Mail dann im Spam-Ordner oder im Postfach des Empfängers.

Wichtig: Jeder E-Mail-Provider legt das jeweilige Bewertungssystem individuell fest. Was beim einen als Spam markiert wird, kann beim anderen also ganz normal sein.

Das kannst du tun, um nicht als Spam eingestuft werden

Dass man die Einwilligung des Empfängers schon aus rechtlicher Sicht einholt sowie vom Adresskauf besser absieht, sollte dir bereits klar sein. Doch es gibt noch einige weitere Möglichkeiten, durch die deine Mails nicht als Spam gekennzeichnet werden – solange du nicht die Absicht hast, Spam zu verschicken. Denn auch das wird früher oder später erkannt.

#1 Absenderadresse ins Adressbuch eintragen lassen

Ist deine Adresse im Adressbuch des Empfängers, wird deine Mail auch zugestellt. Bitte deine Abonnenten daher so früh wie möglich – am besten mit dem ersten Newsletter –, deine Senderadresse in ihr Adressbuch einzutragen. Diese Bitte sollte so prominent wie möglich dargestellt werden, damit sie sich vom eigentlichen Inhalt der Mail abhebt.

#2 Auf unseriöse Wörter und Phrasen verzichten

Es gibt einige Formulierungen, die für Spamfilter ein geradezu gefundenes Fressen sind. Dazu gehören Phrasen wie limitiertes Angebot, hier klicken, jetzt zugreifen oder nur heute verfügbar. Auch mit starken Satzzeichen solltest du vorsichtig sein und z.B. nicht mehrere Ausrufezeichen hintereinanderschreiben. Spamfilter reagieren außerdem sensibel auf Wörter oder ganze Sätze in Großbuchstaben – dies gilt es also, ebenso zu vermeiden.

#3 Transparenz zeigen

Locke deine Empfänger nicht mit einer falschen Betreffzeile, wenn in der E-Mail etwas ganz Anderes steht. Das nervt Empfänger und sie werden deinen Links sowieso nicht folgen oder sich direkt abmelden bzw. dich als Spam markieren.

Auch die Senderadresse wird auf die Spam-Wahrscheinlichkeit geprüft. Mit einer Adresse wie mausi123@net61.de kannst du fast schon damit rechnen, im Spam-Ordner zu landen. Besser sind Adressen wie redaktion@name.de oder tom.mueller@name.de. Diese wirken nicht nur auf den Spamfilter, sondern auch auf den Empfänger deutlich seriöser und professioneller.

#4 Über sichere Server versenden 

Der einfachste Weg, um vertrauenswürdige E-Mails zu erkennen, ist über die Prüfung der IP-Adresse des Versandservers. Wenn du hier einen seriösen Anbieter wählst, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass deine E-Mails auch beim Empfänger ankommen. Eine Auswahl verschiedener Anbieter findest du auf Autaak.

#5 In Whitelist registrieren

Eine Whitelist ist die Alternative zur Blacklist und kann als eine Art Zertifizierung verstanden werden. Whitelists dienen dem Zweck, das False-Positive-Risiko (erwünschte Mails werden versehentlich als Spam markiert) zu senken. Der Eintrag in die Whitelist ist allerdings kein Freifahrtschein. Wer sich nicht an die Regeln hält, ist aus der Liste schneller wieder raus aus als Kader aus der Dschungelprüfung.

Neben den bekannten Whitelists haben auch Empfänger die Möglichkeit, sich eine persönliche Liste anzulegen. Du kannst deine Abonnenten z.B. im Pre-Header auffordern, dich in ihre Whitelist einzutragen, um deine E-Mails auch sicher zu erhalten. Weiteres Plus: Deine Empfänger profitieren von einer besseren Darstellung, da die Bilder nicht jedes Mal extra geladen, sondern direkt angezeigt werden.

#6 Aggressive Versandfrequenz vermeiden

Eine extrem hohe Versandfrequenz wird nicht nur von Filtern als mögliches Spamzeichen wahrgenommen, sondern nervt auch Empfänger sehr schnell. Überlege dir also stets, ob du die dritte Mail in der Woche wirklich senden musst oder teile schon bei der Anmeldung mit, wie häufig deine Abonnenten mit einer Nachricht von dir rechnen können.

#7 Abonnentenliste regelmäßig aufräumen

Eine gewisse Unzustellbarkeit und Nichtöffnung deiner Mails sind normal. Ist dieser Prozentsatz allerdings größer, kann der E-Mail-Provider diese zukünftig als Spam markieren. Prüfe deine Abonnentenliste daher regelmäßig auf „E-Mail-Leichen“ und trage diese gegebenenfalls manuell aus. Dadurch erhöhst du nicht nur deine Zustellbarkeit und Öffnungsraten, sondern schaffst wieder Platz für neue Abonnenten und sparst dadurch bares Geld. Denn bei den meisten E-Mail-Providern zahlst du je nach Zahl der Empfänger und kannst durch zu viele ungültige Empfängeradressen schnell in das nächsthöhere und damit teurere Paket rutschen.

Fazit

Keiner mag Spam und reagiert auf diesen dementsprechend ablehnend. Das Spammen als Geschäftspraktik zu nutzen, empfiehlt sich daher nicht. Doch auch mit guten Absichten kann man schnell im Spam-Ordner landen, weil man eine falsche Formulierung wählt oder das Ganze nicht professionell genug betreibt. Glücklicherweise helfen hier professionelle E-Mail-Provider. CleverReach zeigt dir z.B. mithilfe des Spamtests an, wie deine Mails auf Spamfilter reagieren. So kannst du bei Bedarf Anpassungen vornehmen.

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